ANH Hausbesitz GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

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04. Juni 2018

Brandwand als Visitenkarte an saniertem Gründerzeitbau in Berlin

Aufstockung und Neugestaltung eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes

A BIT MO' in Moabit: Ein wenig Modernisierung? Etwas mehr? Das weithin sichtbare Anagramm an der Brandwand des aus der Gründerzeit stammenden, 2017 aufgestockten und sanierten ehemaligen Verwaltungsgebäudes Alt-Moabit 103 lässt verschiedene Deutungen zu. Trotz des zusätzlichen Staffelgeschosses wurde die Baumasse am Standort zwischen kleinem Tiergarten und Spreebogen-Areal im Zuge der Umgestaltung durch AHM Architekten insgesamt reduziert. Durch den Abriss des Nachbargebäudes öffneten die Planer den Blockrand und schufen eine Fußgängerverbindung zwischen kleinem Tiergarten und Spreeufer, entlang des ehemaligen Bundesinnenministeriums. So wurde die Brandwand freigestellt und mit den zeichenhaften Versalien besetzt, die dem Projekt A Bit Mo’ seinen Namen geben. Die Grafik in Altrosa und Anthrazit mag – gleich einem Lichtspot im Hinterhofdunkel – auf ehemals dichte Berliner Bebauungsstrukturen anspielen. Vor allem aber erinnert sie an historische, beinahe gänzlich aus dem Stadtbild verschwundene Wandreklamen. In diesem Fall steht sie nicht allein, sondern bildet mit den übrigen Gebäudeseiten eine gestalterische Einheit: Das Altrosa korrespondiert mit dem Rot des Backsteins, es findet sich auch in den ursprünglich hellgrauen Erkern und Faschen der Fenster in den Obergeschossen. Anthrazit hingegen zeigt sich der straßenseitige Sockel des modernisierten Bürohauses, wo eine Natursteinverblendung weichen musste. Die ursprünglich zweigeteilte Straßenansicht wandelte sich in eine dreigliedrige, mit dunklem Sockel, viergeschossiger Backsteinfront und dem mattschwarz gerahmten verglasten Staffelgeschoss als oberem Abschluss. Zur Kaschierung der neuen Verbunddecke, die die Aufstockung in der bisherigen Dachebene trägt, wurde die Vormauerwand um gut zehn Steinschichten erhöht. Die verwendeten Ziegel haben eine ähnliche Farbe, unterscheiden sich aber doch vom Bestand, sodass der Wechsel zur Aufstockung ablesbar bleibt.

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THE BRICK - Bürogebäude an der Spree

Seit Mai 2018 entsteht auf dem ANH Grundstück an der Spree das dritte Gebäude. Die Baugrube des 6-geschossigen Bürohauses ist ausgehoben und der Rohbau wächst kontinuierlich nach oben. Das Gebäude besteht aus einem kompakten Baukörper mit einer Fassade gegliedert in Betonbänder im Bereich der Geschossdecken, sowie Klinkerfelder im Wechsel zu verglasten Flächen. Erdgeschossig weist der Baukörper im Bereich des Eingangs einen Einschnitt und im 4. und 5. Obergeschoss südseitig einen Rücksprung auf. Der massive Baukörper bleibt auf Abstand zur Brandwand des Nachbargebäudes. In der so entstehenden Lücke befinden sich die Erschließung sowie die Nebenräume. In Richtung Spree weist diese Fuge eine großzügige verglaste Fassade auf. Im Bereich der Südseite ist das außenliegende Treppenhaus bestehend aus einer Stahlkonstruktion eingeschoben. Der Hauszugang befindet sich auf der Ostseite des Gebäudes unterhalb der Auskragung. Die Gebäudeerschließung erfolgt über einen Personenaufzug und ein außenliegendes Treppenhaus. Das Gebäude weist insgesamt vier Mieteinheiten auf. In den Geschossen EG und 1.OG sowie im 4.OG und 5.OG ist je eine Mieteinheit als Maisonette mit einer internen Treppe vorgesehen. Diese Maisonetten haben eine Größe von ca. 200qm, während die einfachen Geschosse 115qm groß sind. Alle Einheiten sind mit Balkonen ausgestattet.
THE BRICK - Englische Straße 23, 10587 Berlin

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